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Montag, 8. April 2013

03.04. - 08.04.2013 Letzter Gruß aus Südamerika


03.04.2013
Wir genießen das Inselleben und lassen es nach den anstrengenden Tagen ruhig angehen. Mit Birgit und Peter gehen wir an den kleinen Dorfstrand zum Baden. Da es hier einige Meeresschildkröten direkt in dieser Bucht gibt, versuchen wir diesen im Wasser näher zu kommen. Ziemlich aussichtslos…bis uns ein Einheimischer zeigt wie man das macht: Mit ein wenig Seegras in der Hand sieht die Sache schon ganz anders aus. Die Schildkröten fressen einem tatsächlich aus der Hand!!! Kirsten und Peter sind nicht mehr zu bremsen und verbringen eine kleine Ewigkeit im Wasser. Ein wirklich tolles Erlebnis. Den Tag beschließen wir beim gemeinsamen Grillen.

04.04.2013
Da die Insel wirklich klein ist und wir schon fast alles besichtigt haben, planen wir heute die Reiseroute für Mexico. Abends gehen wir in einem Hotel im Dorf ins Kino. Gezeigt wird natürlich der Kevin Costner Film „Rapa Nui“. Praktisch die ganze Bevölkerung hat in diesem Streifen mitgewirkt, vom Statisten bis zur Hauptrolle. Es ist sehr faszinierend, da man die Originalschauplätze fast alle in den letzten paar Tagen gesehen hat.

05.04.2013
Heute geht es wieder auf den Drahtesel. Entlang der Südküste radeln wir gemütlich von einem Ahu (Zeremonialplattform) zum nächsten. Alle paar hundert Meter steht wieder eine dieser Anlagen. Das konnte man so aus dem Auto vor ein paar Tagen nicht erkennen, da die Moais an vielen Stätten umgestürzt sind und auf dem Gesicht liegen. Wir fahren bis zur Südspitze und besuchen dort nochmals den Ahu Tongariki. Das ist die schönste und größte Anlage dieser Insel: hier stehen 15 Moais aufrecht vor der umtosten Pazifikküste. Sicher einer der schönsten - wenn nicht der schönste - Ort unserer bisherigen Tour. Überhaupt gefällt uns die Insel super gut: alles ist so relaxed und obwohl es hier aufgrund der Entfernung zum Festland natürlich relativ teuer ist, gibt es kaum Touristennepp. Auch die Hotels sind klein und fügen sich schön ins Ortsbild ein.

06.04.2013
Jetzt muss ich mir mal gerade Luft machen: Wir haben auf unseren Reisen bisher wirklich sehr viele gute Erfahrungen gemacht, sind fast immer freundlich behandelt worden und haben schon öfters Hilfe (Arztbesuche, Reifenpannen) in Anspruch genommen. Leider haben wir jetzt aber schon mehrfach mitbekommen, dass sich die Touristen nicht an die Spielregeln halten und teilweise ein echt peinliches Verhalten an den Tag legen. Wir haben hier Deutsche kennengelernt (niemand von dem wir hier schon mal berichtet haben!), die sich als Chilenen ausgeben um einen günstigeren Eintrittspreis in den Nationalpark zu bekommen. Unmöglich! Von diesem Eintrittsgeld werden die archäologischen Stätten in Stand gehalten. Auch wurden wir eben Zeuge einer echt peinlichen Diskussion um die Angemessenheit von Trinkgeldern in Restaurants. Streitpunkt war ein Gegenwert von vielleicht 40 Cent. Kann doch nicht sein, dass ich um die halbe Welt fliege und dann hier die Leute bescheiße. Immerhin sind die Trinkgelder in vielen Ländern ein wichtiger Teil des Gehalts. Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man vielleicht keine freundliche Hilfe mehr angeboten bekommt. So, musste ich mal loslassen. Ansonsten sind wir heute was spazieren gegangen, haben nochmal die im Ort gelegenen Ahus besucht und waren in einem Restaurant lecker essen.

07.04.2013
Letzter Tag in Chile, Südamerika und auf der Osterinsel. Morgen geht es weiter mit insgesamt drei Flügen nach Yucatan, Mexiko. Da das bestimmt anstrengend wird, ist heute ein weiterer Tag Erholung und Vorbereitung unserer Mexiko-Tour angesagt. Der Aufenthalt auf der Insel hat uns sehr gut gefallen. Es gibt wirklich tolle Plätze zu besichtigen und das Südsee-Flair ist auch angenehm. Nach all den einsamen Orten war es hier auch mal schön, einige Restaurants vorzufinden, in denen man sich wohlfühlen konnte. Also ein gelungener Abschluss unserer dreimonatigen Südamerikareise.

08.04.2013
Letzte Meldung aus Südamerika: Die Sonne ist längst untergegangen und wir sitzen gerade im Flieger nach Mexiko-City. Heute Mittag haben wir von unserer wirklich sehr empfehlenswerten Unterkunft „Camping Mihinoa“ auf der Osterinsel Abschied genommen. Das Gepäck konnten wir direkt durchchecken bis Mexiko-City, so dass wir in Santiago nicht mehr schleppen mussten. Jetzt hoffen wir, dass nicht nur wir heil ankommen, sondern auch unser Gepäck. Eine kleine Schrecksekunde hatten wir in Santiago, wo für den Weiterflug schon „Last Call“ angeschlagen war. War aber dann doch nur ein Computerfehler. So, ich muss jetzt Schluss machen. Werde mich jetzt dem „Kleinen Hobbit“ widmen. Wir hören uns in Mexiko…Yuhu!!!

03.04.2013





04.04.2013 Küste bei Hanga Roa

05.04.2013 weil`s so schön ist, hier nochmals...

Ahu Tongariki


Dienstag, 2. April 2013

29.03. - 02.04.2013 Ostern auf der Osterinsel

  

29.03.2013
Pünktlich erreichen wir die Autovermietung von „HolidayRent“ in Santiago. Die Übergabe verläuft freundschaftlich und problemlos. Ein wenig traurig sind wir schon, immerhin haben wir ja drei Monate in dem Camper gewohnt. Auch hatten wir die ganze Zeit keinerlei Probleme mit unserem Fahrzeug (außer mit der Höhe desselben) und die Betreuung durch Holiday Rent war wirklich gut. @Ruth: Herzlichen Dank, wir empfehlen euch hiermit weiter!!! Der Transfer zum Holiday Inn direkt am Flughafen ist auch schnell erledigt und so können wir einen faulen Nachmittag in der Sauna des Hotels verbringen nachdem  wir den Flughafen ausgiebig erkundet haben. Wie wir gehört haben, gibt es im Moment massive Probleme für Reisende in Argentinien. Da die Angst vor einem erneuten Staatsbankrott groß ist, gibt es kaum noch die Möglichkeit Bargeld zu ziehen und etliche Tankstellen haben keinerlei Treibstoff mehr. Da haben wir wohl Glück gehabt, denn wir hatten diese Probleme in der Form noch nicht. @Daniela: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

30.03.2013
Jetzt geht es endlich weiter: die Osterinsel liegt ca. 3.800 km vom Festland entfernt. Sie ist der bewohnte Fleck der Erde, der am weitesten von jedem anderen bewohnten Flecken entfernt ist. Der Flug verläuft unproblematisch und da wir zwei weitere Stunden Zeit gewinnen, erreichen wir bereits mittags die Insel. Wir werden dort schon erwartet und fahren mit einer ganzen Gruppe von Travellern zum Campingplatz. Da es auch einige Zimmer zu wirklich günstigen Preisen gibt, entscheiden wir uns, ein solches zu nehmen. Das macht es wesentlich einfacher unser ganzes Gepäck unterzubringen als in einem 2-Personen-Zelt. Die hohe Luftfeuchtigkeit macht uns zunächst noch zu schaffen, man gewöhnt sich aber schnell daran. Da heute Ostersamstag ist, besuchen wir in der Nacht auch die Ostermesse. Wie zuhause wird sich am Osterfeuer getroffen und dann geht es in einer Prozession zur Kirche. Die Messe dauert inklusive Rosenkranzgebet fast drei Stunden, auch weil insgesamt sieben Lesungen gehalten werden. Das besondere ist, dass die Lieder auf Rapa Nui gesungen werden, der Sprache der Einheimischen. Toll, mit welcher Inbrunst die Leute bei der Sache sind. Auch wenn wir natürlich Ostern gerne im Kreis der Familie gefeiert hätten, war diese heilige Messe ganz sicher ein spirituelles Highlight. @Jörg + Gerd: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

31.03.2013
Ostersonntag: Da es mit dem Wandern noch nicht so gut klappt, mieten wir uns zwei Mountainbikes und wollen die Westküste erkunden. Ausgehend von Hanga Roa fahren wir auf schlechter Piste entlang der steilen Felsküste nach Norden. Wir passieren einige Ahus (Zeremonialplätze) mit verschiedenen Moais. Gleich hinter dem Ort sind schon die ersten Gruppen dieser Steinfiguren zu bewundern. Einige der Anlagen sind schön restauriert, wogegen es auch sehr verfallene Ahus gibt. Am nördlichsten Punkt der Strecke führt die Straße ins Landesinnere, wo es eine spannende ehemals bewohnte Lavahöhle, einen weiteren Ahu mit 7 Moais und einen Steinbruch zu besichtigen gibt, in dem die Kopfbedeckungen der bis zu 10 Meter hohen Figuren aus dem Stein gebrochen wurden. Die Radtour war wirklich anstrengend und sehr schön. Das Beste ist aber, dass Kirsten überhaupt nicht gemault hat (macht sie sonst immer beim Radfahren) und der Rücken gut mitgespielt hat. Kaputt aber sehr zufrieden fallen wir im Ort über den nächsten Getränkeladen her und essen dann schön in einem Terrassenrestaurant direkt am Pazifik zu Abend. Morgen werden wir die Nordküste mit einem Mietwagen besuchen und dort auch ein wenig Baden gehen.

01.04.2013
Ostermontag: Heute mieten wir uns mit Birgit und Peter, die wir in unserer Unterkunft kennengelernt haben, einen Jeep. Entlang der Südküste fahren wir zum Vulkan Rano Raraku. Dort wurden die Moais aus dem Fels gemeißelt und dann über die Insel verteilt aufgestellt. Fast 400 dieser Kolossalstatuen sind dort zu entdecken. Teilweise sind sie fertiggestellt, teilweise aber noch mit dem Fels darunter verbunden. Der größte Moai mit über 21 Metern ist auch hier zu finden. Er gehört zu denen, die nicht fertiggestellt wurden. Ein wirklich toller Ort…und der nächste folgt sogleich. Der Ahu Tongariki ist die schönste und am besten erhaltene Anlage der Insel. In einer Reihe stehen hier 15 Moai vor der rauen Küste. Zum Abschluss unserer Tour um die Insel besuchen wir an der Nordküste noch den Ahu von Anakena. Auch dieser ist ausgesprochen gut erhalten und wunderbar gelegen. Direkt hinter den Figuren öffnet sich eine Bucht mit einem weißen Sandstrand und lädt zum Baden ein. Ein wirklich sehr schöner und gelungener Tag findet seinen Abschluss mit einem gemeinsamen Abendessen und dem ein oder anderen erfrischenden isotonischen Getränk. Ostern mal anders…aber trotzdem wunderschön! @ThomasB: schönen Urlaub in der Türkei! @Sascha+Alex: danke für die Ostereier. Hier ist das Internet so langsam, dass wir eventuell erst in Mexiko zum auspacken kommen werden. Aber DIE Eier werden ja nicht schlecht!


02.04.2013
Nachdem die Fahrradtour vorgestern so gut geklappt hat, wagen wir uns heute an eine kleine Wanderung. Von unserem Campground wandern wir auf den Gipfel des Rano Kau Vulkans. Der Kratersee ist toll mit Binsen überwuchert und gleichzeitig hat man freien Blick auf den blauen Pazifik: ein fantastisches Panorama. Ziel der Wanderung ist das Zeremonialdorf Orongo. Die restaurierten Steinhäuser der Rapa Nui dienten als Kultstätte und wurden nur wenige Wochen im Jahr genutzt. Kurzgesagt wurde hier in einem Wettkampf der Inselchef für jeweils ein Jahr ermittelt. Vielleicht gar keine so dumme Idee… Wieder im Dorf gehen wir lecker in einem Restaurant essen, in dem man direkt an der umtosten Küste sitzt. Da der Rücken mitgespielt hat, genießen wir das leckere Essen und planen für übermorgen schon eine weitere Radtour. Wir sind hier richtig sportlich unterwegs. @Achim: Herzlichen Glückwunsch zum 40. Geburtstag!


30.03.2013 Ankunft auf der Osterinsel
Osternacht
 
Osternacht
 
31.03.2013 Tahai
Hanga Kio`e


Ahu Tepeu
Ahu Akivi





01.04.2013
Tahai



Rano Raraku

 



 

Tongariki


02.04.2013 Rano Kau

Zeremoniendorf Orongo
 

Donnerstag, 28. März 2013

24.03. - 28.03.2013 Frohe Ostern und warten auf den Weiterflug


24.03.2013
Heute Morgen steht eine kleine Wanderung durch ein ausgetrocknetes Flussbett auf dem Programm. Ausgehend von der Hacienda erreicht man sehr schnell die Sierra und wandert an vielen tollen Kakteen vorbei. Besondere Beachtung verdient der „Stuhl der Schwiegermutter“ (siehe Bild). Ziel der Tour ist eine kleine ehemalige Goldmine. Hier faszinieren uns wieder einmal die vielfältigen Farben des Gesteins. Ein wenig ängstlich halten wir auch Ausschau nach Katzenspuren. Außer Spuren vom Hund der Hacienda, Ziegen und Guanacos  finden wir aber zum Glück keine. Da es dieses Jahr in diesem Teil der Anden extrem trocken ist, finden die Pumas oben in den Bergen nicht mehr genügend Beutetiere. Daher ist vor ein paar Tagen eine dieser Raubkatzen ins Dorf gekommen und hat ein paar Schafe gerissen. Wenn man sowas hört, kommen einem die Diskussionen um ein paar Wölfe in den Wäldern Deutschlands nur noch lächerlich vor. Am Abend essen wir dann in der Hacienda, wo es tatsächlich Schweinebraten mit Semmelknödeln gibt.

25.03.2013
Heute verlassen wir dieses kleine Paradies in den Bergen. Leider verpassen wir somit auch den Besuch des chilenischen Fernsehens, das sich für heute angekündigt hat. Aber irgendwann muss man ja auch mal weiter. Die Fahrt durch das Hurtado-Tal ist sehr schön, da man durch sehr ursprüngliche Dörfchen kommt. Oft ist auf der einen Seite der Straße die fruchtbare Ebene des Tals und auf der anderen Seite ziehen sich die Kakteen bis zum Straßenrand. Nach gut 2,5 Stunden Fahrt erreichen wir die Termas Socos. Leider gibt es hier nur Wannenbäder, aber keine heißen Außenpools. Dafür gibt es einen ganz tollen Campground mit riesigem Swimmingpool. Hier sind wir tatsächlich die ersten Gäste seit neun Tagen. Man merkt sehr gut, dass die Saison hier eigentlich schon `rum ist. Auch wird es am Abend immer früher dunkel und merklich kühler. So genießen wir noch einen schönen Spätsommernachmittag am Pool. Als Reisender hat man es schon schwer… @Udo: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Was machen denn die Ostermärkte? @Silke: auch Dir Happy Birthday!

26.03.2013
Weiter geht es Richtung Hauptstadt. Leider verlässt die Ruta 5 oft die Küste, so dass die Fahrt nicht ganz so spannend verläuft. Ziel ist der kleine Pazifikort Pichudangui. Wir finden auch hier einen ganz tollen Campground (Wifi, sensationeller Pool und WARMES WASSER), aber mal wieder sind wir völlig alleine. Am Strand gehen wir spazieren und sehen sogar noch einen Seelöwen. Wir sind hier in einem wirklich netten Ort direkt am Meer und haben bestes Wetter: und niemand ist hier! Das ist schon alles was seltsam. So ganz verstehen können wir das nicht: seit Tagen sind wir praktisch überall alleine. Dabei ist die Hauptstadt gar nicht mehr weit weg. Wie auch immer: im Internet verfolgen wir den Sieg der deutschen Mannschaft und liegen am Pool. @Yvonne: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

27.03.2013
In Los Molles wollen wir noch zu einem Aussichtspunkt, von dem sich gut Seelöwen beobachten lassen. Leider hat das Naturschutzgebiet im März nur am Wochenende geöffnet und so verlassen wir die Pazifikküste. Stattdessen fahren wir zum Thermalhotel El Corazon um Kirstens Rücken eine abschließende Behandlung zu verpassen. Das Thermalbad öffnet erst um 15:00 Uhr und verlangt tatsächlich für uns zusammen ca. 80,00 € Eintritt. Geboten werden einem ein paar Pools mit Thermalwasser. Auch wenn die Anlage optisch ansprechend ist, das empfinden wir als die pure Abzocke. So ziehen wir unverrichteter Dinge ab und suchen uns in San Felipe einen Campground. Und, welche Überraschung: wir sind mal wieder die einzigen Gäste. Der Platz wird von einem älteren Herren betrieben und ist toll unter alten Bäumen gelegen. Es gibt sogar ein großes Naturschwimmbad. Da es aber seit 6 Jahren keine nennenswerten Niederschläge mehr gegeben hat, ist dieses trockengefallen. Einsamkeit in der Natur ist ja toll und deswegen sind wir ja auch nach Patagonien gefahren. Hier, im Zentrum Chiles, bedrückt es einen aber. Wir wären besser noch ein oder zwei Tage länger im Norden oder auf der Hazienda geblieben. So langsam wird es jetzt wohl auch Zeit weiter zu kommen. Die Saison ist hier einfach vorbei!

28.03.2013
So, wenn wir uns das nächste Mal melden, sind wir auf der Osterinsel. Und dann wird es bestimmt wieder spannender. Heute sind wir zum Thermalhotel „Termas de Colina“ gefahren. Dort haben wir den Tag im Schwimmbad verbracht und dürfen sogar über Nacht stehen bleiben. Dann haben wir morgen früh nur noch einen kurzen Weg nach Santiago, wo wir unser Auto abgeben werden. Wir wünschen euch allen ein paar ruhige und erholsame Ostertage und bedanken uns für die rege Beteiligung bis hierher. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. @Yvonne @Peter: da wir ja auch eine ganze Zeit in Nordamerika unterwegs sein werden (und wir entsprechende Gerüchte gehört haben), wäre es super, wenn ihr uns mitteilen könntet, sobald der „Boss“ dort auf Tour geht. Vielleicht geht ja was!

24.03.2013 "Sitz der Schwiegermutter" :-)

25.03.2013 Termas Socos

26.03.2013 Pichidangui

Truthahngeier

...die Poolanlage unseres Campgrounds...und das ganz für uns allein!

Samstag, 23. März 2013

18.03. - 23.03.2013 Delfine + Urlaub in den Anden


18.03.2013
Um 11:00 Uhr startet unser Ausflugsboot in das Schutzgebiet. Die Insel Choros ist unser Ziel. Wir fahren dort entlang der steilen Felsküste und können viele Tiere aus nächster Nähe sehen: Seelöwen, Pelikane, Humboldtpinguine, Seetölpel, mehrere Arten Kormorane und viele andere Seevögel. Zwei Seeotter lassen sich beim Spielen beobachten und sind schnell der Liebling der Touristen. Die Tiere haben gar keine Angst und beachten die wenigen Boote gar nicht. Danach geht es auf`s offene Meer auf die Suche nach den Großen Tümmlern. Bald haben wir eine Schule von vielleicht 20 Tieren gefunden. Die Delfine kommen ganz nah an das Boot heran: ein tolles Erlebnis. Am Nachmittag fahren wir noch bis Coquimbo, wo wir morgen den Fischmarkt besuchen wollen. Die Suche nach einem Campground gestaltet sich etwas schwierig und wir müssen noch ca. 20 km die Küste entlang fahren bis wir fündig werden. Da wir mittlerweile außerhalb der Saison unterwegs sind, haben wir den riesigen, direkt am Meer gelegenen Platz ganz für uns alleine. Ein schöner Stellplatz ist schnell gefunden, rückwärts eingeparkt und nichts geht mehr. Ich hatte nicht gesehen, dass der Platz aus tiefem feinem Sand besteht und mich daher festgefahren. Ausbuddeln und die sonstigen Tricks funktionieren hier leider auch nicht, da unser Camper doch sehr schwer ist. Das Ergebnis ist, dass wir uns immer tiefer eingraben und mir daher nichts mehr bleibt als Hilfe zu holen. Zum Glück sind die Leute hier sehr nett und hilfsbereit. Schon eine halbe Stunde später hat man uns mit einem Traktor aus dem Schlamassel befreit. Gut dass wir noch im Supermarkt waren und wenigstens eine Runde Bier ausgeben konnten!

19.03.2013
Der Fischmarkt in Coquimbo ist wirklich sehr sehenswert. Toll ist aber auch die Seelöwenkolonie direkt im Hafen. Die Tiere profitieren von den Abfällen der Fischer und sind nur durch die Hafenmauer von uns getrennt. So nah kommt man den beeindruckend großen Tieren nicht mal im Zoo. Gegen Mittag fahren wir durch das Valle de Elqui nach Vicuna. Das Tal des gleichnamigen Flusses ist inmitten der Wüste ein kleines Paradies. Überall gibt es Obstplantagen und Weinreben. Ein wenig erinnert mich das an unser schönes Ahrtal. Aber die Ahr ist dann doch schöner. J Bei Vicuna verlassen wir das Tal und fahren über eine wirklich abenteuerliche Schotterpiste in südlicher Richtung über den Tres-Cruces-Pass. Angeblich liegt die Passhöhe auf knapp 3.000 Metern. Auf jeden Fall war es wirklich steil und hat mich einiges an Nerven gekostet. Für die 43 Kilometer benötigen wir gut 2 Stunden und sind froh, am Nachmittag in Hurtado anzukommen. Hier erreichen wir die Hacienda Los Andes, die von einem deutschen Paar betrieben wird. Die Reiterlodge ist seit gut 10 Jahren in Betrieb und ein wirkliches kleines Paradies hier in den Bergen. Der Campground liegt toll am Flussufer und ist sehr urig. Leider können wir mit unserem Camper da nicht hin und bleiben daher auf dem Parkplatz stehen.

20.03.2013
Ein ganzer Tag relaxen in herrlicher Umgebung. Die Lodge ist wirklich eine grüne Oase umgeben von vielfarbig leuchtenden Andengipfeln. Da wir unser Programm hier in Chile und Argentinien soweit „abgeklappert“ haben, wir unseren Wagen aber erst am 29.03.2013 abgeben werden, lassen wir es jetzt ruhig angehen  und werden hier ein paar faule Tage verbringen. Dann haben wir auch noch mal Zeit uns ein wenig auf Mexiko vorzubereiten. Wir hatten ja gedacht, dass wir dort erst einmal geführt hinkommen und uns daher nicht ganz so intensiv eingelesen. Sofern nichts mehr schiefgeht, kann man jetzt auch ein Fazit über unseren ersten Reiseteil ziehen. Ich denke, dass ist hoffentlich schon `rübergekommen: Die Tour durchs südliche Südamerika war schlichtweg der Hit. Wir haben unheimlich viele tolle Eindrücke gewonnen und wahnsinnig viel erlebt. Die Menschen waren überall sehr freundlich und hilfsbereit. Es war aber auch manchmal anstrengend: Gerade am Anfang war sehr vieles Neu und ohne Spanischkenntnisse auch manchmal mühsam. Und die Distanzen sind nicht zu unterschätzen. Gerade in Patagonien und Argentinien braucht man selbst für kurze Strecken sehr viel Zeit. Am meisten im Gedächtnis hängenbleiben werden einem wohl die äußeren Enden der Tour: im Süden Patagonien mit seinen Gletschern und Regenwäldern, im Norden der Altiplano mit seinen Lagunen und Tieren. Die Seenregion in der Mitte hat uns auch sehr gut gefallen, unterscheidet sich aber nicht so sehr von Landschaften in Europa. Mit der Aufenthaltsdauer von 3 Monaten sind wir sehr gut hingekommen. Trotz einiger Arztbesuche und Autoreparatur blieb sogar noch Zeit für ein wenig Urlaub zwischendurch. Das war aber auch notwendig, da es ansonsten leicht in Stress hätte ausarten können. Und wenn man so lange unterwegs ist, wie wir in diesem Jahr, muss man auch ein wenig anders reisen, als wenn es nur 3 Wochen wären.

21.03.2013
Reitausflug in die Anden. Und Andi mit dabei…leider gibt es aber kein Beweisfoto. Um 10:00 Uhr geht es für vier Stunden in die Berge. Die Tiere kennen den Trail sehr gut und so ist selbst für einen Anfänger die Tour gut zu machen. Im Zweifel kommen die Tiere auch alleine zurecht. Aber ich glaube, ich habe mich gar nicht sooo schlecht angestellt. J Hat auf jeden Fall riesigen Spaß gemacht. Am Nachmittag hatte ich mir dann ein Nickerchen in der Hängematte auch redlich verdient.

22.03.2013
Heute gibt es nicht viel zu berichten. Am Vormittag sind wir am Hurtado-River wandern gegangen und haben die „Noodie-Island“ besucht. Das ist eine Badestelle am Fluß, die inmitten eines Bambushains gelegen ist. Weiß jemand, was „Noodie-Island“ bedeutet??? ;-) Den Rest des Tages haben wir nur im Schatten gelegen und gelesen. Urlaub!!!

23.03.2013
Die letzte Woche auf dem chilenischen Festland hat begonnen. Wir werden noch bis Montag hierbleiben und dann die letzte Etappe nach Santiago in Angriff nehmen, bevor wir am Ostersamstag zur Osterinsel fliegen. Heute Vormittag (man beachte: wir haben uns den Siesta-Zeiten schon voll angepasst) widmen wir uns erst einmal unserem Camper. Eine gründliche Säuberung ist mal wieder von Nöten. Den Rest des Tages, na ja, „siehe gestern und vorgestern“. Heute Abend werden wir die Küche des Hauses mal testen. Schließlich haben wir schon das Auto geputzt, dass sollte an Arbeit für heute ja auch reichen.

18.03.2013 Reserva Nacional Pingüino de Humboldt

Seeotter

Seetölpel

Pelikane

Seelöwen

...dürfte bekannt sein...


...verrücktes Foto...aber echt


19.03.2013 Seelöwe im Hafen von Coquimbo

Fischmarkt

22.03.2013 ...in den Anden bei der Hacienda Los Andes...habe gerade festgestellt, dass es von mir diesmal kein Foto gibt, aber als liebender Ehemann hat man halt nur Augen für die Gemahlin

für Alex...der Kaktus fehlte uns noch


23.03.2013 Hacienda Los Andes