Samstag, 14. September 2013

08.09. - 14.09.2013 Rain over Canyonlands

 
 
08.09.2013
Nach einer leicht regnerischen und damit gemütlichen Nacht lassen wir es ruhig angehen und brechen erst relativ spät auf. Da der Himmel sich nur grau in grau präsentiert, sind wir froh, das Tal mit den kleinen Kobolden noch gestern Abend besucht zu haben. Das wäre sonst echt schade gewesen! Unser nächstes Ziel ist der nur 10 Kilometer entfernte Little Wild Horse Canyon. Über eine Länge von knapp 1,5 Meilen wandert man in diese Schlucht hinein und durchquert dabei lange slotartige Passagen. Auch wenn es nicht ganz so eng zugeht wie im Spooky Gulch, macht die Tour viel Spaß und gehört auf Grund ihrer einfachen Erreichbarkeit ganz sicher zu den Top-Canyons hier in der Region. Wie auch immer…wir fanden es toll. An dieser Stelle müssen wir auch mal ausdrücklich die State Parks loben: Insbesondere die Campingplätze liegen meist in tolle Landschaft eingebettet, und die sanitären Anlagen sind wirklich spitze. Aus unserer Sicht sind die Parks mehr als nur eine Ausweichmöglichkeit bei überfüllten Nationalparkcampingplätzen. Am Nachmittag fahren wir dann weiter Richtung Moab, wo wir am Dead Horse Point unseren Stellplatz für die Nacht beziehen. Leider ist das Wetter mittlerweile schlecht, und wir können daher keine brauchbaren Fotos vom Canyon des Colorado machen. Das muss dann wohl bis morgen früh warten! @Peter: Leider hat das heute mit dem Skypen nicht geklappt, daher auf diesem Weg – Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
09.09.2013
Kaum zu glauben, wir sind hier in der Wüste und es schüttet den ganzen Tag wie aus Eimern. Im strömenden Regen bauen wir unseren Kram ab und fahren sofort nach Moab weiter. Hoffentlich wird es in den nächsten Tagen wieder besser, so dass wir zu dem tollen Dead Horse Point-Aussichtspunkt nochmal zurückfahren können. Die Suche nach einem Motel gestaltet sich recht schwierig, da hier der September die Hauptreisezeit ist. In zweiter Reihe werden wir dann aber doch fündig und verbringen einen faulen Tag im Motel. Lesen, Internet, Tatort, Lesen, Internet… Am Abend fahren wir zu unserem Lieblingsitaliener, den wir schon vor 12 Jahren ausfindig gemacht haben und lassen es uns gut gehen. Es ist schon ein wenig traurig, dass wir jetzt an einem Ort mit so vielen Outdoor-Aktivitäten nichts unternehmen konnten…aber andererseits tut so ein Tag Pause auch mal ganz gut.
10.09.2013
Ein Blick aus dem Fenster genügt um sich noch einmal `rumzudrehen. Immer noch strömender Regen! Am Mittag wird es endlich besser und wir spazieren ein wenig durch die kleine Stadt, die komplett vom Tourismus zu leben scheint. Ansonsten genießen wir den Tag und gehen erst am Abend wieder zum Essen vor die Tür, natürlich wieder zu unserem Lieblingsitaliener. Morgen wollen wir dann für zwei Nächte in den Arches NP zelten fahren und hoffen daher natürlich auf besseres Wetter. @Frank: Happy Birthday!
11.09.2013
Endlich schönes Wetter… Da Kirsten heute Nachmittag einen Termin beim Zahnarzt hat, nutzen wir den Vormittag um zum Corona Arch zu wandern. Dieser liegt etwas außerhalb von Moab in der Nähe des Colorado River. Aufgrund seiner Form wird er auch Little Rainbow Bridge genannt. Aber wirklich „klein“ ist er nun wahrlich nicht! Für uns gehört er zu den beeindruckendsten Felsbögen die es hier zu bestaunen gibt, und außerdem ist er relativ leicht erreichbar. Für den schönen Trail benötigen wir mit ausgiebiger Pause vor Ort nur gut zwei Stunden. Der Besuch beim Zahnarzt ist dann auch schnell erledigt und es geht mal wieder auf einen Zeltplatz. Diesmal ist es der Devils Garden Campground im Arches NP. Kurz vor Sonnenuntergang brechen wir nochmals kurz auf und besuchen den Skyline Arch. Den Abend genießen wir am Lagerfeuer bei einem Bierchen.
12.09.2013
Heute ist ein Tag „Best of Canyonlands“ angesagt! Nach dem Frühstück fahren wir zum Dead Horse Point State Park. Dort haben wir vor ein paar Tagen schon gezeltet, sind dann aber vor dem sintflutartigen Regen geflüchtet. Das heutige Sonnenwetter nutzen wir daher um endlich die fantastische Sicht auf den Colorado zu genießen. Danach geht es weiter zum Island in the Sky District des Canyonlands Nationalparks. Unser Ziel dort ist der Mesa Arch. Auch wenn wir nicht das berühmte Sonnenaufgangsmotiv nachstellen können, ist der Ort so schön, dass auch hier ein zweiter Blick unbedingt lohnenswert ist. Hier waren wir ja vor ein paar Wochen schon einmal mit unserem Besuch aus der Heimat. Danach geht es auf dem Shafer Trail ins Tal des Colorado. @Thomas: Auch hier haben wir dein Experiment nochmals wiederholt. Es hat funktioniert!!! Beweisfotos gibt es wenn wir wieder in Kirchheim sind. Sicherlich sind die steilen Serpentinen ins Tal der spektakulärste Teil der Strecke, aber auch die vielen Bachdurchquerungen und Geröllpassagen fordern unsere ganze Konzentration. Nach fast 1,5 Stunden und nur noch ca. 2 Meilen von der nächsten Asphaltstraße entfernt, steht auf einmal das Wasser auf rund 200 Metern Länge knietief auf dem Fahrweg. Nach einer Durchwatung und kurzen Beratung steht fest: Wir kehren um! Schließlich dürften wir mit dem Auto rein versicherungstechnisch gar nicht hier sein…wäre schon unangenehm dann damit abzusaufen. Zu allem Unglück naht jetzt auch noch ein Gewitter. Sollte dieses im Bereich der Serpentinen niedergehen, wären diese in kürzester Zeit unbefahrbar, da die lehmige Oberfläche spiegelglatt würde. Dementsprechend etwas nervös machen wir uns auf den Rückweg. Gott sei Dank kommen wir heil wieder oben an und beweihräuchern uns für den Rest des Tages, was wir doch für tolle Abenteurer sind. J Am frühen Abend spazieren wir in der Nähe unseres Campgrounds noch zum Broken Arch und beschließen den erlebnisreichen Tag mal wieder am Lagerfeuer. Wie verbringt man eigentlich seine Abende, wenn man kein Holz hacken und auf offenem Feuer kochen muss??? ;-)
13.09.2013
Nachdem wir im Arches NP nun bald jeden Stein kennen, geht es heute weiter in den im südlichen Teil des Canyonlands NP gelegenen Needles District. Dieser ist sehr abgelegen und wird daher von vergleichsweise wenigen Touristen besucht. Allerdings ist der Campground auch sehr klein und kann nicht reserviert werden. Daher brechen wir früh auf, da man ansonsten keine Chance auf einen Übernachtungsplatz hat. Gegen 10:00 Uhr sind wir am Ziel und haben so gerade noch Glück. Da uns ein wenig die Canyonmüdigkeit befallen hat, legen wir einen Tag Pause ein und genießen den landschaftlich sehr schönen Campingplatz. Morgen wollen wir dann in den Chesler Park wandern und somit wieder ein wenig aktiver werden. ;-) Hoffentlich spielt das Wetter mit! Es ist nämlich immer noch sehr unbeständig und regnet täglich immer mal wieder. Was vielleicht ein wenig schlecht für uns ist, ist sicherlich gut für die Wüste. Jedenfalls zeigt diese sich für uns überraschend grün. Und ein schlauer Mensch sagte uns mal auf der Osterinsel (@Peter: hoffentlich liest du hier noch mit): „Grün tut dem Auge gut!“
14.09.2013
Wer hat eigentlich behauptet, in der Wüste wäre es immer trocken??? In der letzten Nacht (und zwar der GANZEN Nacht) gab es ein manchmal geradezu beängstigendes Gewitter. Aufgrund der vielen Canyons um uns herum, echote der Donner auf unheimliche Weise. Aber welch eine Überraschung, am Morgen klart es auf und wir fahren zum Ausgangspunkt unserer Wanderung in die Needles. Ziel ist der Chesler Park, in dem es viele der namensgebenden Felsnadeln und -rippen gibt. Der Weg ist wirklich wunderschön und abwechslungsreich: Man klettert durch Täler, hat tolle Ausblicke in die Ferne und erlebt eine artenreiche Kakteenlandschaft wie im Steingarten. Nach ca. 6 Kilometern brechen wir jedoch die Tour ab, da mittlerweile eine neue Gewitterfront heranzieht und schon die ersten Blitze zu sehen sind. Außerdem müssen wir den ganzen Weg ja noch zurück laufen. Das war auf jeden Fall genau die richtige Entscheidung, denn wir kommen gerade noch trockenen Fußes beim Auto an. Wenig später geht über dem Gebiet ein erneutes Unwetter nieder…hoffentlich sind noch alle, die wir unterwegs getroffen haben, heil da `raus gekommen. Auch wenn erst früher Nachmittag ist, beenden wir notgedrungen unser Programm für heute, fahren im „Needles Outpost Campground“ einen Kaffee trinken und genießen danach eine heiße Dusche. In dem Laden kommen wir mit der Besitzerin ins Gespräch, die uns von ihren Flügen mit einer kleinen Chessna erzählt, bei denen sie durch verschiedene Arches geflogen sind. Echt beängstigend! Übrigens ist hier ganz in der Nähe auch der „Tatort“ des Films „127 Stunden“ gelegen und die Dame kennt den armen Kerl sogar persönlich. @Die Nichtcineasten: Der Film beruht auf einer wahren Geschichte und erzählt von einem Abenteurer, der sich in einem Slotcanyon den Arm einklemmt. Nach verzweifelten Tagen entschließt er sich dazu, diesen selbst zu amputieren. Er hat überlebt und ist inzwischen eine Art Berühmtheit geworden. @Eltern: Wir haben übrigens nur noch einen Slotcanyon im Programm und der ist leider völlig touristisch erschlossen!  J

08.09.2013 Little Wild Horse Canyon





11.09.2013 Corona Arch bei Moab


Suchbild mit Kirsten...ok, war einfach!

Bow Tie Arch

Balanced Rock - Arches NP

Skyline Arch

Fiery Furnace

12.09.2013 Dead Horse Point State Park


Mesa Arch



Broken Arch



14.09.2013 Needles District - Canyonlands NP

Chesler Park


 

Samstag, 7. September 2013

03.09. - 07.09.2013 Canyons, Canyons, Canyons

03.09.2013
Den heutigen Vormittag verbringen wir mit einer fantastischen Wanderung im Kodachrome Basin. Der Panorama Trail führt auf einer Länge von ca. 11 Kilometern an einer Reihe toller Sandsteinformationen vorbei. Höhepunkt ist der Aussichtspunkt auf das Basin und den Bryce Canyon in der Ferne. Ich kann nur jedem empfehlen, in diesem tollen kleinen Park einige Zeit zu verbringen. Es lohnt sich! Die heißen Mittagsstunden über ruhen wir auf unserem Campingplatz aus und lesen etwas. Am späten Nachmittag brechen wir nochmals zu einem kleinen Spaziergang auf und besuchen den Chimney Rock und den Shakespeare`s Arch. Auch von diesen Punkten ergeben sich tolle Ausblicke auf die umgebende Canyonlandschaft. Zur Abwechslung bleibt heute die Campingküche kalt, und wir fahren ins kleine Dörfchen Tropic um die dortige Pizzeria zu testen. Test bestanden! J
04.09.2013
Nach diesen doch ein wenig unerwarteten Highlights abseits der üblichen Pfade, geht es weiter nach Escalante. Von dem kleinen Städtchen, das nur rund 45 Meilen vom letzten Campground entfernt liegt, zweigt die Hole-in-the-Rock-Road ins Grand Staircase Escalante National Monument ab. Die Piste ist in erstaunlich gutem Zustand und wäre bis zu unserem Ziel auch locker mit einem normalen PKW befahrbar. Wir besuchen die Slotcanyons am Dry Fork River. Zunächst geht es in den Peek-A-Boo-Canyon hinein. Eine ca. 4 Meter hohe Einstiegsklippe muss zunächst überwunden werden. Weiter geht es durch Tümpel, Felsbögen und wirklich enge Passagen aufwärts: ein tolles Klettererlebnis! Wenn man schon meint durch zu sein, wird es plötzlich richtig eng. Nur noch seitwärts und mit Brust und Rücken an den Fels gedrückt geht es vorwärts. Gut, dass es in den letzen Monaten nur wenig zu Essen gab! ;-) Nach diesem tollen Einstand in die Welt der richtig engen Slotcanyons besuchen wir noch den Spooky Gulch. Hier ist die sehr enge Passage noch viel länger und tiefer in den Fels gegraben. Begeistert verlassen wir diesen tollen Spielplatz für Erwachsene und besuchen auf dem Rückweg noch kurz den Devils Garden. In diesem Felsgarten stehen merkwürdige bunte Sandsteinformationen und mit dem Metate Arch sogar ein sehr schöner Felsbogen. Im Petrified Forest State Park bei Escalante schlagen wir unser Zelt auf und verbringen einen schönen Abend mit einem Traveller-Pärchen aus Dresden. Auch dieser Campground ist wieder toll (erster Campingplatz mit Wifi in den USA!) und insbesondere die sanitären Einrichtungen überzeugen uns.
05.09.2013
Nach einem heftigen Gewitter in der Nacht empfängt uns am Morgen schon wieder die Sonne, und es wird ein toller Spätsommertag. Die anstrengenden Kletter- und Wandertouren der letzten Tage haben uns doch ein wenig geschlaucht und so schieben wir einen „faulen“ Tag ein. Statt zu Fuß erkunden wir die tolle Landschaft aus dem fahrenden Auto heraus. Auf dem Burr Trail geht es durch einsame Landschaften in den Long Canyon hinein. Bald darauf endet der Asphaltbelag und man erreicht den Capitol Reef NP ganz im Süden nach Überquerung der sogenannten Waterpocket Fold. Mehrere Bachdurchfahrten sind zu meistern, bevor es dann über die Notom Bullfrog Road wieder nach Norden geht. Wir durchqueren auf der Hauptstraße den Park und erreichen bald den Highway 12. Diese Straße gehört zu den spektakulärsten Strecken die der „Wilde Westen“ zu bieten hat. Zunächst durchquert man auf einer Höhe von gut 3.000 Metern schöne Wälder, bevor es dann in die felsige Wunderwelt des Grand Staircase Escalante National Monument zurückgeht. Für die gesamte Rundstrecke benötigen wir ungefähr vier Stunden und erreichen am Nachmittag wieder unseren Campground. Hier lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Morgen werden wir den Highway 12 noch einmal fahren, da unser Weg weiter durch den Capitol Reef NP führt. Die Strecke war aber dermaßen schön, dass das doppelte Abfahren nicht wirklich schlimm ist. ;-) Sofern das Wetter mitspielt, erwartet uns in diesem Park mit dem Cathedral Valley das nächste kleine Off-Road-Abenteuer.
06.09.2013
Heute legen wir einen Tag Pause ein: Dazu fahren wir nochmals über den landschaftlich tollen Highway 12 nach Torrey. Dieser kleine Ort liegt direkt am Parkeingang des Capitol Reef NP. Wir finden hier eine gemütliche kleine Cabin und verbringen einen faulen Nachmittag. Am Abend wird nochmal lecker gegrillt, damit wir für unser morgiges Outdoor-Abenteuer auch gut gerüstet sind. J
07.09.2013
Das Wetter ist bestens, und wir freuen uns auf den Besuch des Cathedral Valley. Dieser im Norden des Capitol Reef NP gelegene Abschnitt ist nur über eine 58 Meilen lange Schotterstraße zu erreichen und erfordert ein Allradfahrzeug. Das haben wir ja und so brechen wir am Morgen frohgemut auf. Ein kurzer Abstecher auf der Scenic Route des Parks und dann soll es losgehen. Unser großes Abenteuer ist aber leider schneller beendet als wir dachten! Um auf den Rundkurs zu kommen, muss man zunächst in einer Furt den Fremont River queren. Aber leider steht das Wasser für unser Auto nach den heftigen Gewittern der letzten Tage viel zu hoch. OK, kann man nix `dran machen! Wir fahren also ein wenig die Straße zurück und wollen den Trail zur Hickman Bridge, einem großen Felsbogen, antreten. Aber irgendwie ist heute nicht unser Tag: Wegen eines Felssturzes ist der Wanderweg leider gesperrt. Also fahren wir noch ein Stück weiter zurück und nehmen in der prallen Mittagssonne endlich den Trail zum Cassidy Arch in Angriff. Es geht zunächst steil einen Canyon hoch und dann über Slickrock bis zu dem großen Felsbogen. Gut, das hatten wir uns hier ein wenig anders vorgestellt, aber was will man machen??? Am Nachmittag erreichen mit dem Goblin Valley State Park unser Tagesziel. Auch hier ist der Zeltplatz wunderbar in die Landschaft eingebettet, und wir stellen unser kleines Zuhause direkt vor roten Canyonwänden auf. Später brechen wir noch zur Besichtigung des Goblin Valley auf und lassen uns im Abendlicht von den vielfältigen Felsformationen bezaubern. Ein wirklich schöner und sehenswerter Ort…wenn es nur nicht so heiß wäre! Den Abend verbringen wir am Lagerfeuer und genießen die Einsamkeit.
03.09.2013 Kodachrome Basin - Jerusalem Cricket


Mykrobiotische Kruste - die Wüste lebt!






04.09.2013 Grand Staircase Escalante NM - Peek-A-Boo-Slot


Spooky Gulch


Devils Garden

Metate Arch

05.09.2013 Burr Trail - Long Canyon

Waterpocket Fold - Capitol Reef NP


07.09.2013 Capitol Reef NP



Cassidy Arch


Goblin Valley State Park


Montag, 2. September 2013

29.08. - 02.09.2013 Bryce Canyon

29.08.2013
Nach der gestrigen Wanderung zum Angels Landing gibt es heute noch eine Steigerung. Wir fahren zunächst wieder mit dem Shuttlebus in den Zion Canyon und nehmen dort den Weg zum Observation Point in Angriff. Dieser Aussichtspunkt vom Canyonrand liegt nochmals ein ganzes Stück höher als gestern, genauer gesagt sind es insgesamt ca. 650 Höhenmeter. Die gesamte Strecke ist 12 Kilometer lang und wir benötigen rund vier Stunden. Der Blick vom Canyonrand ist wieder sehr spektakulär; eindrucksvoll ist insbesondere auch der Blick hinunter auf den gestrigen Endpunkt der Wanderung. Stolz über das Erreichte genießen wir einen faulen Nachmittag, pflegen unseren Blog und lassen uns am Abend die Grillsteaks schmecken. @Margot: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
30.08.2013
Heute geht es wieder weiter, und wir müssen diesen tollen Park leider verlassen. Schade ist auch, dass es diesmal wieder nicht mit der Wanderung in die Narrows, einer tollen Schluchten-Wasser-Wanderung, geklappt hat, da der Fluss aufgrund von Sturzfluten derzeit zu viel Wasser führt. Es wäre zwar machbar gewesen, jedoch wurde einem aufgrund der Gefahren von den Parkrangern eher davon abgeraten. Aber es gibt hier ja noch genug andere schöne Wanderungen! Nach dem Frühstück fahren wir auf den Mount Carmel Highway und besuchen dort zunächst noch einen schönen Aussichtspunkt in den Canyon. Hier sehen wir auch eine Gruppe Wüstendickhornschafe. Ein älteres Ehepaar, das zeitgleich mit uns dort unterwegs war, konnte sogar eine Tarantel fotografieren. Auch wenn wir die leider verpasst haben, so sind uns hier doch in den letzten Tagen viele Tiere über den Weg gelaufen. Der Mount Carmel Highway zählt für uns sicherlich zu den schönsten Strecken, die man in dieser Region fahren kann und so genießen wir die letzten Meilen im Zion NP. Unser heutiges Ziel ist der North Campground im Bryce Canyon NP. Gegen Mittag erreichen wir diesen und haben schnell unser kleines Zuhause aufgebaut. Da es gewittert und regnet, flüchten wir uns in die Lodge auf einen Kaffee und waschen später unsere Wäsche. Gestern haben wir noch bei fast 35 Grad geschwitzt, und heute Abend flüchten wir uns vor der Kälte ins Auto. Auch wenn es immerhin noch ca. 15 Grad sind, ist der Unterschied doch gewaltig. Hoffentlich haben wir morgen wieder besseres Wetter, damit unsere geplante Wanderung in den Canyon nicht ins Wasser fällt. @Claudia: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! @Nina&Achim: Alles Liebe zum 5. Hochzeitstag. Wir denken gerne an dieses wunderschöne Fest zurück!
31.08.2013
Ein leises Prasseln auf unserem Zeltdach veranlasst uns nur zu einem…nochmal `rumdrehen. So kommen wir erst etwas später in die Gänge und fahren zum General Store, wo wir uns einen Kaffee genehmigen und an den Picknicktischen frühstücken. Mittlerweile hat auch der Regen aufgehört, und so brechen wir zu unserer Wanderung ins Amphitheater des Bryce Canyon auf. Durch tolle Sandsteinformationen führen die Wege, und da es vom Wetter immer besser wird, laufen wir tatsächlich alle ab: Zunächst den Queens Garden Trail, darauf den Peek-A-Boo-Trail und schließlich den Navajo-Loop-Trail. Mittlerweile scheint die Sonne und so fahren wir zum Abschluss des tollen Tages noch einige Aussichtspunkte am Rande des Amphitheaters an und genießen die sagenhafte Aussicht. War natürlich klar…immer wenn ich Nudeln auf dem Feuer koche (ist immer schwierig), regnet es zur Belohnung noch. Zum Glück hört es aber bald wieder auf und wir genießen den letzten Abend in diesem sensationellen Park. @Toni&Angelika: Herzlichen Glückwunsch zu euren Geburtstagen. Sorry Angelika, wir haben deinen leider um ein paar Tage verpasst. Nicht böse sein! J @TT-Freunde: Liebe Kollegen, wir wünschen euch einen erfolgreichen Saisonstart und werden die Ergebnisse verfolgen. Haltet durch, bald könnt ihr mich wieder einplanen. Ich denke, ab dem 20.11.2013 bin ich wieder einsatzbereit. Und ehrlich gesagt, freue ich mich schon sehr!
01.09.2013
Nachdem wir unsere „sieben Sachen“ gepackt und gefrühstückt haben, gehen wir zur für alle christlichen Konfessionen offenen Gebetsstunde in die Bryce Canyon Lodge. Drei junge Mitarbeiter des National Park Service tragen Bibelpassagen vor, singen und beten. Spannend ist eine Art Predigt einer jungen Frau, die ihre persönlichen Erfahrungen und Gedanken zum Thema „Gott dankbar sein“ vorträgt. Da ihr Thema sich auf das Reisen bezieht, können wir sie sehr gut nachvollziehen und sind positiv überrascht. Mit uns sind jedoch nur neun Gäste anwesend…immerhin sind wir die mit der weitesten Anreise. Danach verlassen wir den Bryce Canyon NP und fahren einige Meilen weiter zum Grand Staircase Escalante National Monument. Im Visitor Center erfahren wir, dass die Cottonwood Canyon Road wegen starker Überschwemmungsschäden geschlossen ist. Das ist für uns besonders schade, da wir an dieser nichtasphaltierten Piste einige Sehenswürdigkeiten abseits der üblichen Touristenpfade besuchen wollten. Selbst den berühmten Grosvenor Arch können wir damit vergessen. Schade, aber da kann man leider nichts machen. Die Suche nach einem geöffneten Lebensmittelladen gestaltet sich auch relativ schwierig, so dass wir erst am Nachmittag unseren Stellplatz im Kodachrome Basin State Park beziehen. Der Campground ist wirklich fantastisch zu Füssen eines „merkwürdigen“ Felsens (den wir euch morgen zeigen werden) mitten in einer tollen Wüstenlandschaft gelegen. Wir genießen einen faulen Nachmittag bevor ich am Abend mein Meisterstück als Open-Air-Koch ablege: Spaghetti Bolognese. Sofern es in der Nacht keinen erneuten Regen geben sollte, wollen wir morgen sozusagen als Alternativprogramm, zwei Slotcanyons in der Nähe besuchen. Dafür muss die Zufahrtstraße jedoch trocken sein, da ansonsten auf dem schlammigen Untergrund eine Autofahrt selbst mit Allrad unmöglich ist.
02.09.2013
OK, wo sind die AC/DC-Fans? @Achim, Sascha, Thomas…: Wo ließen sich AC/DC zu ihrem Titel „Hard As A Rock“ inspirieren? Auflösung siehe unten.J Nachdem der Morgen zunächst mit Nebel beginnt, schafft die Sonne doch schnell den Durchbruch und es wird ein toller Spätsommertag. Wir fahren auf der Skutumpah-Road zum Willis Creek und unternehmen dort eine 8 Kilometer lange Wanderung durch das Flussbett. Immer wieder passiert man kleine Slotcanyons und läuft zwischen den steilen Felswänden lang. Im Anschluss fahren wir noch etwas weiter bis zum Bull Valley Gorge. Auch diesen engen Canyon kann man durchwandern, hat jedoch einige Kletterpassagen zu meistern. Ohne Seil bestünde die Gefahr nicht mehr `rauszukommen! Also belassen wir es bei einem Blick von oben. Zwischen den Felswänden erkennt man noch ein eingeklemmtes Auto, das im Jahr 1954 hier abstürzte und nicht geborgen werden konnte. Auf der Rückfahrt zu unserem Campground genießen wir die sagenhafte Landschaft und erkennen in der Ferne sogar den Bryce Canyon. Eine kleine ungiftige Gopherschlange zeigt sich am Wegesrand und ermahnt uns mal wieder, Vorsicht walten zu lassen. Im Kodachrome Basin laufen wir nach einer kleinen Pause noch den Grand Parade Trail durch die tolle Wüstenlandschaft. Der Park hier gefällt uns ausgesprochen gut und insbesondere der Campingplatz ist eine Wucht. Dort verbringen wir auch den Abend…heute gibt es sogar Chicken Teryaki. Allerdings war das ein Fertiggericht und musste nur mit kochendem Wasser angesetzt werden. Sehr einfach und camperfreundlich!

29.08.2013 Zion NP - Observation Point




30.08.2013 Mount Carmel Highway


01.09.2013 Bryce Canyon NP

Peek-A-Boo-Trail



Amphitheather


Bryce Point

Inspiration Point

02.09.2013 Kodachrome Basin SP - "Hard-As-A-Rock" :-)

Freizeit verdirbt den Charakter


Willis Creek



Gopher Snake

Landschaft an der Skutumpah Road