Dienstag, 13. August 2013

06.08. - 13.08.2013 ...im wilden Westen...

06.08.2013
Den heutigen Tag verbringen wir im Arches NP. Selbst in dieser an Naturwundern reich gesegneten Region bietet dieser Park ein besonderes Natur- und Landschaftserlebnis. Je nachdem welche Quelle man heranzieht, gibt es hier zwischen 2.000 und 2.500 natürliche Felsbögen. Wir besuchen zunächst die Windows-Section und bewundern dort vor allem den Double Arch. Nach dem kleinen aber feinen Sanddune Arch trennen sich unsere Wege und Thomas, Kirsten und ich nehmen den Weg zum Delicate Arch in Angriff. Wir trotzen der Hitze (35 Grad) und den wilden Tieren (eine Schlange) und erreichen schließlich den sicherlich schönsten aller Arches. Kirsten konnte damit eine Scharte auswetzen, die sie die letzten 12 Jahre seelisch stark belastet hat. @Kai + Achim: Ihr wisst, was ich meine! Nach der Anstrengung genießen wir ein leckeres Abendessen beim Italiener. Auch dort waren wir vor 12 Jahren schon einmal und es schmeckt immer noch so gut wie damals! @Achim + Nina, Kai: Schön das ihr mitfiebert! Es ist natürlich immer besonders klasse, wenn man die Orte schon mal gemeinsam bereist hat. Wir denken auch sehr oft an unsere gemeinsame Tour zurück und halten immer wieder Ausschau nach den vergangenen „Tatorten“. Bald kommen wir auch nach Page. Wer weiß, vielleicht finden wir sogar den Ort einer legendären „Drogendiskussion“ wieder! J
07.08.2013
Auch für uns gibt es heute mal wieder etwas Neues zu bestaunen: Der Island in the Sky District des Canyonlands Nationalpark steht auf dem Programm. Spektakuläre Canyonlandschaften und Aussichtspunkte gibt es hier zu Hauf, der berühmte Mesa Arch sticht aber schon deutlich hervor. Am Grand View Point erkennt man in der Tiefe sogar den Colorado- und Green-River. Nachdem wir schon dachten, jetzt stünde ein geruhsamer Abend an, flammt bei Thomas die Abenteuerlust auf. Der berühmte Shafer Trail (nur für Allrad-Fahrzeuge geeignet) führt über super steile Serpentinen auf den Grund des Canyons. Wir lassen uns natürlich nicht zweimal bitten, erkundigen uns kurz nach dem Straßenzustand und dann geht ab es in die Tiefe. Es werden unterwegs kleine Experimente zur Zunahme des Luftdrucks angestellt und die natürlich tolle Landschaft bewundert. Mit 6 feuchten Händen kommen wir unten an und machen uns nach einer kurzen Wasserdurchfahrt sofort wieder auf den Weg in die Höhe. Ein toller Abstecher am frühen Abend…auch wenn unser Auto jetzt die Farbe gewechselt hat. J
08.08.2013
Wir nutzen unseren letzten Tag in Moab zu einer weiteren Wanderung im Arches NP. Ziel ist der tolle und pittoreske Devils Garden im Nordteil des Parks. Auf einer 3 Kilometer langen Strecke sehen wir unter anderem den Landscape Arch, der mit seiner großen Spannweite der Schwerkraft trotzt. 1991 ist hier ein großes Stück herausgebrochen und man rechnet seitdem mit dem Zusammenbruch des Naturwunders. Am Double-O-Arch machen wir kehrt und genießen am Abend ein leckeres Steak. Abends hat sich mittlerweile ein kleines Ritual eingebürgert: So wird nach und nach für jeden Kontinent eine Liste der Länder und Hauptstädte erstellt. Schon spannend, was es da alles für kuriose Konstellationen gibt.
09.08.2013
Nach schönen Tagen in Moab geht es wieder auf die Straße. Wir besuchen zunächst den Newspaper Rock mit seinen indianischen Felszeichnungen und fahren dann weiter Richtung Monument Valley. In einem „urigen“ Motel finden wir eine günstige Unterkunft und fahren dann zum Goosenecks Statepark. Hier hat der San Juan River tief eingeschnittene Mäander in den weichen Sandstein gegraben, die sich vom Viewpoint gut überblicken lassen. Über steile Serpentinen auf dem Mogki Dugway erreichen wir schließlich den Muley Point, von dem sich der Canyon ebenfalls aus einem tollen Blickwinkel präsentiert. Am frühen Abend besuchen wir die Wild-West-Kulisse schlechthin, das Monument Valley. Vom ungeteerten Rundkurs lässt sich das Tal mit seinen Tafelbergen klasse besichtigen. Ich denke, das war heute ein sehr abwechslungsreiches Programm mit typischen West-Landschaften.
10.08.2013
Früh geht es weiter nach Page, da die Motelsuche dort relativ schwierig sein soll. Überraschend schnell werden wir fündig und erreichen schon um 12:00 Uhr den Antelope Canyon. Allerdings sind nur noch für die letzte Tour um 16:00 Uhr einige Plätze frei, so dass wir zunächst zum Horseshoe Bend fahren. Nach einer Mittagspause am Glen Canyon Dam stehen wir pünktlich wieder am Canyon. Der Besuch dieses engen Slotcanyons, in dem Kirsten und ich bereits auf unserer ersten USA-Reise gewesen sind, war wieder sehr spannend und die Landschaft ist sicherlich ein magischer Ort. Allerdings waren im Gegensatz zu unserem letzten Besuch vor 12 Jahren hier so viele Menschen, dass man tatsächlich im Stau stand. Hier ist sicherlich die Grenze des Möglichen erreicht, wenn nicht gar überschritten.
11.08.2013
Der größte Canyon zum Schluss: Wir besuchen die verschiedenen Aussichtspunkte am Südrand des Grand Canyon und sehen sogar noch zwei Wapitis. Leider spielt das Wetter nicht ganz mit, denn immer wieder kommen heftige Gewitterschauer herunter. Ich denke, trotzdem war dieser Nationalpark ein beeindruckender Ort. @Yvonne, Astrid und Mats: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
12.08.2013
Es geht immer weiter nach Westen. Heute gibt es nur noch einen Besichtigungspunkt, über den sich speziell unser Wüstenfuchs freut. Die Wüste im Joshua Tree NP beeindruckt mit ihren Felsen und natürlich mit den namensgebenden Bäumen. Das war ein unbedingt lohnenswerter kleiner Abstecher von der Hauptstraße! Am Abend passieren wir Los Angeles und quälen uns durch den Feierabendverkehr. Da wir morgen San Francisco erreichen wollen, war uns wichtig, LA hinter uns zu lassen. Aus der Ferne sehen wir noch das Hollywood-Schild und sind schließlich froh, als die anstrengende Fahrt an der Pazifikküste für heute zu Ende geht.
13.08.2013
Gastbeitrag von Mechtilde: Heute ist der letzte Tag unseres dreiwöchigen Abenteuers AMERIKA! Nach dem Frühstück in Ventura treten wir die Rückreise Richtung San Francisco an. Wir haben uns entschlossen, einen Teil der Strecke an der Küste entlang zu fahren. Eine gute Idee! In Davidson kommt der kleine Hunger über uns und wird in einem urigen Cafe bei Appelpie und Artischockenrolle gestillt. Applepie? Für Thomas ein Risiko! J Nach kurzer Besichtigung der Steilküste geht es weiter bis zum Ort Pacifica, der in einer kleinen Bucht am Meer gelegen ist. Hier werden wir die Nacht verbringen. Erich und ich kühlen unsere Füße im Pazifik während Andi, Kirsten und Thomas noch einmal die Golden Gate Bridge ohne Nebel sehen wollen. Und das war dann ja auch ein voller Erfolg.  An Andi und Kirsten ganz herzlichen Dank für die tolle Organisation der Reise. Was wir mit euch gesehen haben, hätten wir alleine nie gesehen. San Francisco, Yosemite, Death Valley (für Erich viel zu heiss L), Las Vegas, Valley of Fire, Bryce Canyon, Arches NP (wenn wir auch nicht alle Arches gesehen haben), Canyonlands NP, Monument Valley, Antelope Canyon, Grand Canyon (leider bei Gewitter) und vieles mehr, jedes ein Erlebnis für sich. Danke! Euch beiden eine gute Weiterreise und bleibt gesund.
06.08.2013 Arches NP



Double Arch

Sand Dune Arch

Delicate Arch

07.08.2013 Canyonlands NP - Mesa Arch



Upheavel Dome

Shafer Trail

08.08.2013 Arches NP

Double-O-Arch


09.08.2013 Goosenecks SP

Muley Point

Monument Valley



10.08.2013 Horseshoe Bend

Antelope Canyon


11.08.2013 Grand Canyon


12.08.2013 Joshua Tree NP


13.08.2013 Golden Gate Bridge

...ein würdiger Abschluss unserer Tour...

Montag, 5. August 2013

01.08. - 05.08.2013 Las Vegas + Bryce Canyon

01.08.2013
Am Vormittag besuchen wir zunächst den 223 m hohen Hoover Dam, der den Colorado River hier zum Lake Mead aufstaut. Vor allem die Einbettung des Damms zwischen den hohen Canyonwänden macht ihn zur viel fotografierten Sehenswürdigkeit. Danach geht es ins Spielerparadies Las Vegas, wo wir uns für zwei Nächte im Hard Rock Hotel eingebucht haben. Nach einer ersten Erkundungsfahrt über den Strip checken wir ein, und ich fahre mit Thomas noch schnell eine neue Kamera kaufen. In rekordverdächtigen 45 Minuten düsen wir mit dem Taxi zu einem Laden etwas außerhalb der Stadt, kaufen ein und fahren wieder zurück. Da wir so schnell waren, schenkt uns der Taxifahrer sogar noch 25 Dollar, die wir eigentlich für seine Wartezeit hätten bezahlen müssen. Mit neuer Kamera ausgerüstet, machen wir uns am Abend auf den Weg zum MGM Hotel. Mechtilde und Thomas besuchen hier die David Copperfield Show, während wir anderen drei uns einen ersten Überblick über das Gewusel am Strip verschaffen. Die Show war wohl ein voller Erfolg…jedenfalls sind die zwei sehr begeistert. @Alex: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!          Gastbeitrag von Thomas: Am Abend des ersten August stand ein besonderes Highlight auf dem Programm: ein Auftritt des berühmtesten Magiers, David Copperfield. Wir suchten das MGM-Hotel in Las Vegas auf, in dem er regelmäßig seine Shows vorführt. Zwischen zahllosen Spieltischen und Spielautomaten suchten wir den Weg zum Saal und waren froh, dass wir trotz der Größe des Hotels  schnell fündig wurden. Mechtilde und ich verabschiedeten uns von Andi, Kirsten und Erich und warteten dann gebannt auf den Einlass.         Um 21 Uhr wurden die Türen geöffnet und wir durften den Saal betreten.  Wir waren freudig überrascht, dass wir an einem kleinen Tisch direkt vor der Bühne sitzen durften. Mit unseren Händen konnten wir auf die Bühne greifen, näher ging es also nicht! „Wenn die Anderen uns jetzt sehen könnten!“, sagte Mechtilde lachend. Vor dem Beginn der Show teilte eine Dame Papierarmbänder aus, die wir anlegen sollten. Den Sinn sollten wir später begreifen. Nachdem das Publikum darauf aufmerksam gemacht worden war, dass fotografieren streng verboten ist und zum Saalverweis führt, ging es los.         Zu Beginn der Show erschien David Copperfield auf einem Motorrad in einem Kasten. Später holte er zwei Zuschauerinnen auf die Bühne, mit deren Hilfe er mit einem Zufallsgenerator (wirklich per Zufall?) ein Wort aussuchte, nämlich das Wort „trust“. Kurz darauf begann auf unseren Armbändern in roter Farbe das vorher nicht sichtbare Wort „trust“ zu leuchten. Wenig später verschwand es wieder. Unsere beiden Armbänder sind nun sicher in unserem Gepäck verstaut und warten darauf, von einem Chemie-Lehrer untersucht zu werden. Später erschien auf geheimnisvolle Weise ein Auto auf der Bühne. Obwohl es nur ca. drei Meter von uns entfernt war, konnten wir nicht erkennen, wo es hergekommen war. War es vielleicht nur eine leichte Attrappe, die einfach zu transportieren war? Bemerkenswert war auch sein Trick, einen Luftballon platzen zu lassen, der sich in einem größeren Ballon befand. Der äußere Ballon blieb dabei unbeschädigt. Zum großen Finale wurden 13 Zuschauer auf die Bühne geholt, die auf Stühlen auf einem Gestell Platz nehmen durften. Rund herum wurden sie mit Tüchern bedeckt. Anschließend waren sie verschwunden und tauchten mitten im Publikum wieder auf. Leider waren weder Mechtilde, noch ich ausgewählt worden! Bevor er in Rente geht, muss ich also nochmal hin…         Der Abend war zwar teuer, doch sehr unterhaltsam und spannend. Über vieles kann man (mit mehr oder weniger Erfolg) noch lange grübeln. Andi, Kirsten und Erich erwarteten uns nach der Show in einer Bar des Hotels und hörten sich gespannt unsere Eindrücke an.      
02.08.2013
Ein spannender und erlebnisreicher Tag in Las Vegas steht an: Wir besichtigen unter anderem das Luxor Hotel, das Mandalay Bay und das Paris, Paris.  Thomas und ich fahren sogar am New York, New York mit der Achterbahn! Vorbei an der Freiheitsstatue hatte zumindest einer von uns eine tolle Sicht auf das Hotel…wer von uns beiden wird aber nicht verraten. J Jedenfalls ist uns in der nächsten Stunde ein wenig übel…aber ich denke wir haben uns tapfer geschlagen. Nach einer Verschnaufpause am Nachmittag starten wir unsere Abendtour im Venetian. Das Hotel ist sicher eines der Schönsten, von der Rialtobrücke über den Campanile ist alles stilecht nachgebaut. Knüller der Anlage ist aber der Canale Grande auf der zweiten Etage, auf dem man sich sogar von einem Gondoliere fahren lassen kann. Die Piratenshow am Treasure Island, der Vulkanausbruch am Mirage und die Wasserspiele des Bellagio lassen uns alle ein wenig sprachlos zurück. Echt Wahnsinn, was es hier alles anzusehen und zu erleben gibt! Sicher ist Las Vegas irgendwie ein größenwahnsinniger Moloch, aber wenn man sich `drauf einlässt, muss man einfach beeindruckt sein. Jedenfalls hatten wir viel Spaß und sind nach einem letzten Bierchen in unserer Hausbar erst spät ins Bett gegangen. Allerdings hat diese Glitzerwelt natürlich auch so ihre „Schattenseiten“. Offensichtlich können sich einige Damen keine vernünftige Abendgarderobe leisten, so dass diese - auch in unserer Hausbar - nur in Unterwäsche bekleidet in so komischen Käfigen verweilen müssen und versuchen mit Turnübungen an der Stange ein paar Dollar abzustauben. J Steffi: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
03.08.2013
Wir verlassen Las Vegas und statten dem tollen Valley of Fire einen Besuch ab. Auch wenn das Thermometer auf 38 Grad klettert, starten wir trotzdem zu einem kleinen Spaziergang zur Fire Wave. Das Farbenspiel in dieser Region ist einmalig und begeistert nicht nur Thomas. Wir besichtigen noch kurz den Elephant Rock und fahren weiter Richtung Zion NP. Diesem statten wir jedoch nur eine kurze Visite ab, da wir noch bis in die Nähe des Bryce Canyon wollen. Da es schon Abend ist, leuchten die Felswände in den tollsten Farben, und besonders die Checkerboard Mesa verblüfft uns mit ihren Mustern. Wir finden auch recht schnell eine gute Unterkunft für die nächsten zwei Nächte und fallen nach einem anstrengenden Tag müde ins Bett. Morgen wartet dann die Wunderwelt des Bryce Canyon. Wir sind schon sehr gespannt, ob es unserem Besuch auch so gut gefallen wird, wie uns bei unserem ersten Besuch.
04.08.2013
Da wir direkt in der Nähe des Nationalparks übernachten und somit keine lange Anfahrt mehr haben, lassen wir es heute Morgen ruhig angehen. Außerdem war der gestrige Tag recht lang. Daher sind wir erst am frühen Mittag am Bryce Canyon und fahren dort bei schönem Sommerwetter die Panoramastraße bis zum Endpunkt. Immer wieder halten wir an tollen Aussichtspunkten und genießen das prächtige Farbenspiel. Unbestrittener Höhepunkt ist dann allerdings am Nachmittag der Besuch des Amphitheaters. Die vielen tausend Hoodoos leuchten in den verschiedensten Rottönen und bilden einen schönen Kontrast zu den dunklen Gewitterwolken am Himmel. Der heutige Tag war für unseren Besuch sicher eines der Highlights bisher…das hatten wir uns aber auch so erhofft!
05.08.2013
Wir durchqueren das tolle Grand Staircase Escalante National Monument auf einer sehr schönen Strecke und wandern im Tal des Calf Creek zu den Lower Waterfalls. Die 8 Kilometer lange Wanderung führt durch einen schönen Canyon und endet schließlich an den fast 40 Meter hohen Wasserfällen. Die weitere Strecke ist sehr abwechslungsreich und führt uns unter anderem durch den Capitol Reef NP. Dort besuchen wir noch zwei Aussichtspunkte und machen uns dann auf den Weg nach Moab. Relativ spät erreichen wir unser Ziel und sind über unsere Unterkunft wirklich positiv überrascht. Es handelt sich um ein komplett eingerichtetes nagelneues Ferienhaus mit drei Schlafzimmern. Wirklich sehr komfortabel und der Preis ist auch noch unschlagbar günstig. Hier werden wir die nächsten vier Nächte verbringen und die Nationalparks Arches und Canyonlands besuchen.

01.08.2013 Hoover Dam


Las Vegas: Thomas im Spielrausch

New York, New York

02.08.2013 Luxor


The Venetian




03.08.2013 Valley of Fire: Fire Wave


Elephant Rock


Zion NP: Checkerboard Mesa

04.08.2013 Bryce Canyon NP






05.08.2013 Kolibri im Grand Staircase Escalante National Monument


Lower Calf Creek Falls

...im Capitol Reef NP