Freitag, 12. Juli 2013

08.07. - 12.07.2013 ...come hell or high water

08.07.2013
Welcome to the greatest outdoor show on earth…come hell or high water! Unter diesem Motto findet in diesem Jahr das Stampede Festival in Calgary statt. Und tatsächlich können die Kanadier stolz sein…das Wasser stand wirklich extrem hoch, dennoch ist alles soweit für dieses riesige Fest wieder hergerichtet. An insgesamt 10 Tagen dreht sich jetzt in Calgary alles nur noch um Rodeo. Praktisch alle Hotels sind ausgebucht, die Kneipen voll und sogar das Fernsehen überträgt rund um die Uhr. Leider ist das Wetter heute eher bescheiden, so dass der Bummel über den Jahrmarkt mit teilweise historischen Fahrgeschäften ein wenig ungemütlich ausfällt. Aber wir sind ja wegen dem Sport hier…und der ist spektakulär. In 5 Disziplinen kämpfen die besten Cowboys und -girls des Jahres um die hohen Siegprämien. Da es unmittelbar vor Beginn einen Wolkenbruch gibt, kommt es zu spektakulären Szenen im tiefen Schlamm der Arena. Am beeindruckendsten sind sicherlich das Bareback und Saddle Bronc Riding (Pferdezureiten mit und ohne Sattel) und das Bull Riding (Bullenreiten mit nur einem Arm am Haltestrick). Die jungen Kerle riskieren dabei wirklich ihre Gesundheit. Insbesondere die Bullen sind teilweise richtig aggressiv und setzen den Reitern selbst nach einem Abwurf noch nach. Extra für diesen Moment befinden sich sogenannte „Clowns“ in der Arena, die sich sofort zwischen das Tier und den Reiter werfen. Wirklich beeindruckend mutige Kerle! Apropos: Rodeoreiter wäre vielleicht auch was für mich gewesen…aber wir hatten ja leider keine Stiere zum Üben zu Hause. So nah liegt`s halt zusammen: Cowboy oder Beamter! J Im Anschluss besuchen wir noch einen Wettbewerb im Westernreiten. Diese Geschicklichkeitsprüfung hätte eigentlich im Saddledome stattfinden sollen, der stand aber bis vor wenigen Tagen noch unter Wasser. Daher wurde eine Ersatzarena aufgebaut, die jedoch leider nicht so viele Zuschauer fasst. Besonders Kirsten ist von der Gelassenheit und dem Vertrauen der Pferde in ihren Reiter beeindruckt. Auch wenn man kein Reiter ist, die Stampede ist einfach klasse! Wir kommen bestimmt wieder!! @ThomasWinand: Klasse das ihr für die neue Saison schon alles geregelt habt. Wir sind stolz auf euch! ;-) Jedenfalls drücken wir für die Hinrunde alle Daumen und warten auf eure Berichte.
09.07.2013
Den heutigen Tag nutzen wir, um nochmal Wäsche zu waschen und die nächsten Wochen zu planen. Wir buchen einige Campingplätze und Unterkünfte in den USA. Aber davon berichten wir zu gegebener Zeit. Daher mache ich jetzt hier Schluss…und habe so den bisher kürzesten Tagebucheintrag des Jahres geschafft! J
10.07.2013
Heute verlassen wir Calgary und fahren zu unserem letzten Nationalpark in Kanada, dem Waterton Lakes & Glacier NP. Dieser Doppelpark liegt beidseits der Grenze mit den USA und bildet für uns somit das Tor zum Nordwesten der USA. Nach einer sehr entspannten Fahrt durch die flache Prärie erreichen wir am späten Mittag den winzigen Ort Waterton. Im Winter leben hier nur rund 100 Menschen, doch im Sommer platzt alles aus den Nähten. Und das hat seinen Grund: wunderbar am Upper Waterton Lake gelegen, ist der Ort einer unserer Lieblingsplätze. Das alte ehrwürdige Hotel Prince of Wales thront über allem und verleiht der Szenerie seine weltberühmte Landmarke. Wir besuchen im Park zunächst einen kleineren Wasserfall und dann den Red Rock Canyon. Ein Bach hat im roten Gestein hier eine Schlucht gefräst, durch die man ca. 1 Kilometer hochwandern kann. Ein herrlicher Spaß in diesem heißen Wetter. Die Fahrt zum Zeltplatz führt an tollen Wildblumenwiesen vorbei und ist für sich schon den Besuch der Region wert. Der Zeltplatz selbst ist direkt am See gelegen und sehr schön. Außerdem wimmelt es hier von Columbian Groundsquirrels, das ist so `ne Art Erdhörnchen. Leider ist der Platz aber auch relativ stürmisch und der Wind rüttelt in der Nacht heftig an unserer kleinen Behausung. Da auch in diesem Park große Flutschäden noch nicht behoben sind, können wir den Akamina Parkway morgen nicht besuchen. Wir wollen daher eine Wanderung zu einem Bergsee unternehmen. Ich bin mal gespannt, ob wir die dafür notwendigen Höhenmeter gut bewältigt bekommen. @Yvonne: Wie war eigentlich die Europameisterschaft? Wir sind gespannt!
11.07.2013
Nach einer stürmischen Nacht mit einem heftigen Gewitter schlafen wir erst mal lange aus. Irgendwann setzt sich aber die Sonne durch, wodurch die Temperaturen im Zelt in Rekordzeit in die Höhe schnellen. Also auf zur Wanderung: Zunächst entlang des Upper Waterton Lake geht es direkt steil bergauf. Später folgen wir einem kleinen Gebirgsbach vorbei an Wasserfällen und erreichen nach einem wirklich steilen Anstieg den tollen Bertha Lake. Die Wanderung geht über fast 13 Kilometer und ist zumindest in den absolvierten Höhenmetern mal wieder ein Rekord. Vielleicht klappt ein besonderes Projekt, welches im Herbst anstehen sollte und zwischenzeitlich abgeschrieben wurde jetzt doch noch: die erneute Halfdome-Besteigung in Yosemite. Aber da sind wir ja noch nicht. Unseren wohlverdienten Kaffee trinken wir im Prince of Wales Hotel und gehen am frühen Abend Pizza essen. Den Sonnenuntergang (zumindest hinter den Bergen) genießen wir von einem bekannten Fotostandort mit Blick auf das Hotel und den dahinterliegenden See. Eine Besonderheit muss ich aber noch erwähnen: Das Dorf dient auch als Heimat vieler Rehe, die hier sogar ihre Jungen zur Welt bringen. So sind uns heute zwei ganz kleine Rehkitzlein auf der Straße begegnet, die zwischen den Häusern umhertollten…ein klasse Ort!
12.07.2013
Und schon wieder ist ein Tourabschnitt vorüber! Nach einer tollen Zeit in Kanada „entern“ wir heute die USA. Wir besuchen zunächst die amerikanische Hälfte des Waterton Lakes-Glacier Parks und befahren eine der schönsten Gebirgsstrecken weltweit, die Going-to-the-Sun-Road. Überall stürzen Wasserfälle von den steilen Klippen und teilweise direkt auf die Straße…da bekommen wir sozusagen eine kostenlose Autowäsche! Am Logan Pass angekommen unternehmen wir eine kurze Wanderung zum Hidden Lake. Große Teile des Weges liegen noch unter dicken Schneefeldern. Auf den freien Flächen sehen wir sehr viele Mountain Goats (Bergziegen), teilweise direkt am Wegesrand und mit vielen Jungtieren. Außerdem lassen sich die vielen Murmeltiere und Hörnchen, die es hier überall gibt, gut beobachten. Auf dem Rückweg haben wir das Glück und können einem Wiesel beim Umzug zusehen. Das flinke Tierchen trägt ein Junges nach dem anderen in seinen neuen Bau. Die große Menschenmenge, die diesem Kraftakt bewundernd zuschaut, scheint das Wiesel überhaupt nicht zu stören. Nachdem wir beim Transport von 9 Babys zugeschaut haben, gehen wir weiter. Echt der Wahnsinn! Wie viele Junge mögen es wohl insgesamt sein? Das war eine wirklich tolle Wanderung mit vielen Tieren und einem super Aussichtspunkt. So machen die USA direkt Spaß. Am Abend suchen wir uns noch ein Motel, bevor es Morgen für fünf Nächte zum Campen in den Yellowstone NP geht.
08.07.2013 Calgary Stampede ...come hell or high water




...da kann es einer nicht mehr abwarten...




10.07.2013 Waterton - Beargrass


Red Rock Canyon

Upper Waterton Lake

Prince of Wales Hotel

11.07.2013 Bertha Lake





12.07.2013

St. Mary Lake

Mountain Goat


Hidden Lake
 

Sonntag, 7. Juli 2013

03.07. - 07.07.2013 Kissklöpper op Besuch

03.07.2013
Heute sind uns mal wieder zwei neue Tierarten vor die Linse geraten! Beim Frühstück auf unserem Campingplatz lässt sich ein Columbian Groundsquirrel blicken. Diese putzigen Tierchen umgeben uns zwar schon seit Tagen, aber ein Foto ist mir bisher nicht gelungen. Jetzt hab ich Dich! Danach machen wir uns auf den Weg nach Banff und hoffen auf ein paar Bärenbilder, da wir vor sechs Jahren auf dieser Straße gleich mehrere schöne Begegnungen mit Schwarz- und Grizzlybären hatten. OK, das hat diesmal leider nicht geklappt, dafür können wir einen Osprey (Fischadler) in seinem Horst fotografieren. Das Nest ist direkt auf einer Metallbrücke über der Straße, und wir können sogar drei Jungvögel erkennen. Außerdem ergeben sich sehr schöne Perspektiven auf die umgebenden Berge, insbesondere der Castle Mountain zeigt sich von seiner besten Seite. In Banff laufen wir etwas durch die Stadt und bringen in einem Café unseren Blog mal wieder auf Stand. Ein junger professioneller Tierfotograf, den wir auf einem Markt treffen, erzählt uns von seiner Begegnung mit einer Luchsmutter und ihrem Jungen in der Nähe von Lake Louise. Zusammen mit einem Kollegen ist er im Winter auf Schneeschuhen zu der Stelle gewandert und hat dort insgesamt acht Stunden bei den Tieren verbracht. Die Fotos sind wirklich sensationell, toll ist aber auch der Enthusiasmus der aus seinen Schilderungen spricht. Auf dem Heimweg sehen wir noch zwei Maultierhirsche und genießen einen vorerst letzten Abend am Lagerfeuer. Morgen kommt langerwarteter Besuch und wir kehren wieder in die Zivilisation zurück. @Bianca: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
04.07.2013
Wir lassen uns heute Morgen viel Zeit mit dem Abbau und frühstücken anschließend im Lake Louise Village. Danach geht es ins tolle Hotel Fairmont Chateau Lake Louise. Nach den vielen Campingplätzen ist es schon ungewohnt, in ein solch feines Haus einzuchecken. Unser Zimmer hat eine umwerfende Aussicht auf den Lake Louise und überhaupt ist das Hotel fantastisch gelegen und wirklich etwas Besonderes. Am frühen Nachmittag dann aber endlich die Hauptsache: der Besuch aus der Heimat ist da, Tante Angelika und Onkel Rudi. Bei dem „einen oder anderen Gläschen“ gibt es natürlich unheimlich viel zu erzählen und auszutauschen. Das Wiedersehen wird dann auch lange und ausgiebig gefeiert.
05.07.2013
Zu viert besuchen wir heute nochmals den Icefields Parkway. Haltepunkte sind der Moraine Lake, der Crowfoot Glacier, Bow- und Peyto Lake, Mount Chepren und der Mistaya Canyon. Es bleibt aber auch genügend Zeit um gemütlich zusammenzusitzen und Reiseerlebnisse auszutauschen. Da wir vier ja dieselbe Leidenschaft teilen, wird es selten ruhig am Tisch und die Anekdoten immer lustiger. J Den Tag lassen wir bei einem kühlen Bierchen mit der tollen Aussicht auf den See vom Fenster des Hotelzimmers ausklingen. Man kann sich einfach nicht satt sehen!
06.07.2013
Nach einem sehr leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Banff, wo wir ein paar Aussichtspunkte anfahren und durch die Stadt spazieren. Auf dem Rückweg haben wir eine sehr schöne Begegnung mit einem großen Schwarzbären (Nr. 18). Morgen trennen sich unsere Wege leider schon wieder. Die beiden fahren langsam Richtung Vancouver zurück, während wir uns nach Calgary aufmachen. Die schöne gemeinsame Zeit ist mal wieder unheimlich schnell vorbei gegangen. Klar, dass der Abend also nochmals länger wird. Wir haben uns sehr über den Besuch aus der Heimat gefreut und den gemeinsamen Aufenthalt an diesem wunderschönen Ort wirklich genossen.
07.07.2013
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück verlassen wir das Hotel und wollen zum Lake Louise- Skigebiet fahren. Kaum haben wir das Hotelgelände verlassen, stehen wir schon im Stau. Ein jugendlicher Grizzly spaziert durch eine Blumenwiese, während die Mutter sich in den Büschen versteckt hält. Ein riesen Aufstand…und ein tolles Erlebnis. Da fällt der Abschied vom schönen Lake Louise noch etwas schwerer. Mit dem Sessellift fahren wir danach auf den Hausberg und genießen die letzte Aussicht auf den See und das Hotel. Wieder unten angekommen, gilt es Abschied zu nehmen. @Angelika und Rudi: Es waren auf jeden Fall tolle und erlebnisreiche Tage hier mit euch beiden. Bis bald und gute Weiter- und Heimreise! Uns führt die Reise weiter nach Calgary, wo wir morgen das Stampede-Rodeo besuchen werden. Auf dem Weg dorthin sehen wir die enormen Schuttlawinen die das katastrophale Hochwasser von den Bergen gespült hat. Unglaublich…die Rockies müssen jetzt ein paar Meter kleiner sein. ;-) In Calgary beziehen wir unser Hotel und verbringen einen gemütlichen Abend.
03.07.2013 Columbian Groundsquirrel

Bow Valley

Castle Mountain

Fischadler

04.07.2013 Fairmont Chateau Lake Louise


05.07.2013 Moraine Lake

Kissklöpper op Tour...am Peyto Lake

06.07.2013 Bow Falls in Banff


07.07.2013 Zimmer mit Aussicht...ein letzter Blick

Grizzly


Vermillion Lakes in Banff

Dienstag, 2. Juli 2013

28.06. - 02.07.2013 Banff NP

28.06.2013
Wow, was für ein Morgen! Um 06:30 Uhr genügt ein kurzer Blick aus dem Fenster und ich bin hellwach. Im Gegensatz zu Kirsten… J Jedenfalls erlebe ich einen fantastischen Sonnenaufgang und ein umwerfendes Licht über dem Bow Lake. Ich fahre noch schnell ein paar Aussichtspunkte an und bin pünktlich zum Klingeln des Weckers zurück. Die Ausbeute hat sich aber wirklich gelohnt! Nach dem Frühstück, bei dem uns ein Nutcracker (siehe Foto vom letzten Eintrag) den Käse vom Brot geklaut hat, wandern wir entlang des Sees zu den Bow Glacier Falls. Dieser ca. 10 Kilometer lange Weg führt durch wunderschöne Landschaft zu einem ca. 150 Meter hohen Wasserfall. Unterwegs lassen sich einige Murmeltiere aus nächster Nähe beobachten. Allerdings fragt man sich schon manchmal, wer hier wen beobachtet. Gegen Mittag erreichen wir wieder unsere Lodge und nehmen Abschied von diesem schönen Ort. Aufgrund des tollen Wetters fahren wir nochmal ein kleines Stück auf dem Icefields Parkway zurück zum Peyto Lake. Damit hatten wir heute Morgen dann zwei der schönsten Aussichtspunkte in perfektem Wetter…was will man mehr. Nach vier tollen Tagen auf dieser Traumstraße verlassen wir zunächst den Banff NP und fahren über den Kicking Horse Pass in den Yoho NP und weiter nach Golden. Hier haben wir für zwei Nächte ein Zimmer mit Frühstück gebucht, bevor es wieder ans Campen geht. Den Abend lassen wir in unserer Pension gemütlich ausklingen und ziehen uns ein Bierchen und einen Film `rein. @JenniD.: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
29.06.2013
Wir haben unsere Pläne für heute ein wenig geändert. Ursprünglich wollten wir die Glacier- und Mount Revelstoke-Nationalparks besuchen. Allerdings waren wir zuletzt so fleißig, dass wir auch mal ein wenig Entspannung brauchen. Wir verzichten daher auf diesen sehr langen Tag mit vielen Kilometern und fahren stattdessen in den Yoho NP zum Emerald Lake. Dort mieten wir uns für zwei Stunden ein Kanu und umrunden den wunderbaren smaragdgrünen See. Am Ufer entdecken wir mal wieder viele Orchideen. Ein herrlich entspannendes Erlebnis in toller Natur! Bisher hatten wir den Eindruck, dass die Borkenkäferschäden seit unserem ersten Besuch stark zurückgegangen sind. Hier ist es aber leider so, dass große Teile des Waldes befallen sind und insbesondere viele alte Bäume absterben. Sicherlich ist dies ein normaler Prozess, und die Wälder werden sich auch wieder erholen. Zwischenzeitlich ergeben sich sogar größere Räume für die Tiere, und die zukünftigen Wälder werden insgesamt mehr Baumarten beherbergen. Genau das haben wir auch in Wells Grey schon sehen können. Trotzdem ist es für`s Auge natürlich nicht so schön. Am Nachmittag „machen wir Wäsche“ und besuchen noch kurz das kleine Städtchen Golden. Außer einer schönen Holzbrücke für Fußgänger hat der Ort nicht so viel zu bieten. Aber man kommt ja auch der Natur wegen her. Da dann auch noch ein heftiges Gewitter herunterkommt, brechen wir unsere Stadtbesichtigung schnell wieder ab. In einem griechischen Restaurant verbringen wir den Abend und schlagen uns nochmal richtig den Bauch voll. Schließlich gibt es ab Morgen wieder „Andis Lean-Mean-Fettreducing-Camping-Grilling-Küche“.
30.06.2013
Heute wollen wir den Yoho Nationalpark etwas genauer erkunden und fahren daher bereits morgens zu den Takakkaw Falls. Am Fuße des 254 m hohen Wasserfalles finden wir einen super Zeltplatz mit direktem Blick auf dieses Naturspektakel. Wir bauen unser Zelt auf und starten zu einer längeren Wanderung. Der Weg führt uns vorbei an zwei weiteren tollen Wasserfällen, den Laughing- und den Twin-Falls. Ziel ist ein schöner Aussichtspunkt am Fuße des Yoho-Gletschers…allerdings leider ohne Blick auf den Gletscher selbst. Insgesamt sind wir heute ca. 19 Kilometer gelaufen, das bedeutet mal wieder eine kleine Steigerung für uns und vor allem für Kirstens Rücken. Yipphie!!! Bei schönstem Wetter und keiner Wolke am Himmel brutzeln wir am Abend mal wieder was Schönes auf dem Feuer und können uns nicht sattsehen am Schauspiel des Wasserfalles. Ein wirklich toller Ort…ach ja, heute haben wir übrigens auf dem Weg in den Nationalpark Schwarzbär Nummer 17 entdeckt!
01.07.2013
HAPPY CANADA DAY! Wir lassen uns heute Morgen viel Zeit und frühstücken auf unserer Campsite mit herrlichem Blick auf den Wasserfall. Die Sonne vertreibt dann auch schnell die Kälte der Nacht, und es wird ein richtig toller Sommertag. Wir verlassen diesen schönen Ort am späten Vormittag und fahren zum Moraine Lake. Auf dem Weg dorthin merken wir schon, dass Nationalfeiertag ist. Scheinbar ist ganz Kanada unterwegs zu diesem wirklich fantastischen Ort. Der See, der von zehn 3.000er Gipfeln umgeben ist, leuchtet in einem völlig unwirklichen türkisblau: eines der klassischen Postkarten-Motive Westkanadas. Wir spazieren ein wenig am See entlang und genießen das Panorama. Danach geht es noch auf eine kurze Visite zum Lake Louise. Ein weiteres Kleinod! Da wir hier aber das Glück haben, schon bald noch viel Zeit verbringen zu dürfen, brechen wir bald zu unserem Campingplatz auf. Außerdem ist der Rest der kanadischen Bevölkerung, der nicht am Moraine Lake ist, hierhergekommen. Verstehen kann ich es ja! Wir besorgen uns noch schnell eine Dose Bärenspray, da wir morgen eine Wanderung unternehmen wollen, die durch bevorzugtes Grizzlygebiet führt. Hoffen wir mal, dass es eine sinnlose Investition ist, denn auf einer Wanderung wollen wir keinem Bären begegnen! Unser Campground ist aufgrund der vielen Bären in dieser Region diesmal auch mit einem elektrischen Zaun gesichert. So geschützt genießen wir das Lagerfeuer und die Grillwürstchen.
02.07.2013
Jetzt sind wir genau ein halbes Jahr auf Reisen: Wahnsinn was wir schon alles erlebt haben. Unsere Lieblings-Top-Ten-Listen werden daher auch schon immer länger. J Auch wenn es natürlich  manchmal wegen Kirstens Rücken schwierig war, denke ich doch, dass wir bisher alles prima gemeistert haben. Bereut haben wir unseren Trip jedenfalls noch nicht. ;-) Ein Fazit gibt es aber erst am Ende…daher weiter auf unserer Tour: Nach einem Frühstück zwischen Touristenhorden am wirklich fantastischen Lake Louise steht mal wieder ein Wandertag an. Kirsten versucht sich langsam zu alter Kondition zurück zu kämpfen und so werden die Wanderungen immer länger und anstrengender. Heute sind wir insgesamt 18 Kilometer durch die Berge geturnt. Vorbei am Lake Anette geht es ins Paradise Valley. Dieses Tal trägt seinen Namen nicht ohne Grund, die Aussicht auf die umgebenden Berge ist die Mühe auf jeden Fall wert. Unser Bärenspray haben wir zum Glück auch nicht gebraucht! Erschöpft aber zufrieden verbringen wir den Abend mal wieder beim Lagerfeuer. Dabei beobachten wir den Umzug einer Eichhörnchenfamilie auf den Baum hinter unserem Zelt. Mutter-Eichhorn schleppt drei Jungtiere im Maul (natürlich einzeln) dort in eine Baumhöhle. Aber wie die Racker so sind, klettern sie sofort auf dem Stamm `rum. Sozusagen als „Stiefpapa“ wird eine allzu vorwitzige Elster dann meinerseits mit gezielten Steinwürfen vertrieben. Nach dieser guten Tat schmeckt das isotonische Erfrischungsgetränk aus „Choicest Hops, Rice and Best Barley Malt“ dann auch besonders gut.
28.06.2013 Bow Lake


Crowfoot Glacier

Mount Chepren



Num-Ti-Jah-Lodge

Peyto Lake


29.06.2013 Yoho NP - Emerald Lake




30.06.2013 Takakkaw Falls ... und unser Zelt



Laughing Falls

01.07.2013 Moraine Lake



02.07.2013 Lake Louise


Paradise Valley